Die neue Ernährung

Wenige Wochen nach meinem letzten Krankenhaus-Aufenthalt habe ich jetzt ein Schreiben vom Labor bekommen, dem ich entnehmen können soll, was ich alles nicht essen darf.

Das ist ein zweiseitig bedruckter Merkzettel, der sich im Prinzip aber auch auf eine einfache Formel reduzieren lässt.

Die Formel lautet:

>> Wenn es schmeckt, dann darfst Du es nicht essen. <<

Toll… 🙁

Und da sind sogar Dinge dabei, die so gesund klingen, aber dennoch nicht gut sind (z.B: Beeren, Spinat, Weizen)… sicher, die Dosis macht das Gift… aber es ist doch irgendwie deprimierend das alles so als Liste lesen zu müssen.

Gut, einige Dinge sind wirklich sinnvoller, wenn man sie reduziert. Ganz weit oben in der Verbotsliste stehen zum Beispiel sämtliche Cola-Getränke und Schokolade. Das sind Dinge, die braucht es nun wirklich nicht andauernd – auch wenn es einen danach gelüstet. Zum Burger (den ich ohnehin nur noch ab und zu mal esse) werde ich mir dennoch eine Cola gönnen, aber das muss ja nicht jede Woche sein.

Seit ich aus dem Krankenhaus raus bin, habe ich (bis auf eine Burger Ausnahme) auch keine Limonade mehr angefasst und Cola sowieso nicht. Wenn ich mal sehr große Gelüste habe, hilft es immer gut, wenn ich mir die Schmerzen in Erinnerung rufe und wie lange es gedauert hat bis ich im Krankenhaus war (mehr als 1 Stunde Höllenqual war das)… das hilft. 🙂

Die Umstellung braucht ganz allgemein nun eben seine Zeit. Gewohnheiten haben so die Eigenschaft sich manchmal unbemerkt wieder einzuschleichen. Ich werde also eine ganze Weile selbst ein Auge auf mich haben müssen, damit ich mich nicht selbst hinters Licht führe.

Das fängt schon beim bewusteren Einkaufen und der Zubereitung von Essen an…. mal eben so „schnell-schnell“ ist da eher nachteilig. Das wird wohl die größte Umstellung für mich, denn bisher habe ich qualitativer Nahrung und deren guter Zubereitung kaum Bedeutung zugemessen. Natürlich kann ich kochen, aber die Microwelle oder die Fertigpizza oder der Dönermann waren mir dann doch die besseren (aber eben doch falschen) Freunde – erst recht immer dann, wenn ich für mich allein „koche“.

Ich hoffe jedenfalls mir damit einen allzu schnellen weiteren Ausflug ins Krankenhaus zu ersparen. Jedoch steht in dem Ergebnis des Labors auch klar und deutlich drin, dass innerhalb der ersten Jahre eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit existiert nochmal die gleichen Probleme zu bekommen.

OK, aber beim nächsten Mal werde ich nicht so lange den starken Kerl spielen und geh lieber gleich ins Krankenhaus und nicht erst, wenn es nicht gar nicht mehr auszuhalten ist.

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