Die neue Ernährung 2.0

Seit meinem unschönen Krankenhaus-Aufenthalt vor fast zwei Monaten habe ich meine Ernährungsgewohnheiten umgestellt, denn ich will mir sowas (was mir innerhalb der letzten 5 Jahre nun schon zum zweiten Mal sehr schmerzhaft wiederfahren war) zukünftig unbedingt vermeiden.

Heute hatte ich dabei ein „Aha-Erlebnis“.

Normalerweise ist Freitag der einzige Tag in der Woche, in der ich mir noch ausnahmsweise mal eine 0,33l Flasche Limonade gönne. Dies erledige ich eigentlich in der Firma beim Frühstück in der Kantine, doch heute hab ich nicht einmal daran gedacht mir Zuckerwasser zum Brötchen zu bestellen. Ich hab das schlicht vergessen und ich hab es nicht einmal vermisst… das ist für meine Verhältnisse total unglaublich. 🙂

Nun würde ich trotz meiner Ernährungsumstellung wirklich nicht ehrlich sagen dass ich gesund esse. Das tu ich sicher nicht so, wie man es eigentlich sollte. Ich ernähre mich aber wesentlich weniger ungesund und das ist schon ein großer Unterschied zu früher, wenn man bedenkt, wie meine Ernährung früher aussah.

Ich hab mir die wirklich bösen Dinge und auch die bösen Essenszeiten abgewöhnt… und es ist mir (im Gegensatz zu früheren Versuchen) nicht einmal schwergefallen. Schon vor dem Essen bin ich mit dem Kopf mehr dabei, wenn ich mich frage, ob es wirklich zwei Brötchen braucht oder ob ich nicht nach einem schon satt bin. Das sind Gedanken, die ich mir früher erst machte, wenn der Bauch schon voll war.

Die Tage im Krankenhaus und vor allem der Tag, als sie mich eingeliefert hatten, hat wohl doch seine kurierenden Spuren hinterlassen.

Eigentlich kann eine Umstellung auch nur so funktionieren, indem man nicht das Gefühl hat sich mit aller Gewalt etwas verkneifen zu müssen und immer gegen inneren Schweinehund fechten zu müssen. Fehltritte leiste ich mir dennoch – nur eben sehr vereinzelt und bewusst, so dass sie besonders sind und nicht mehr tagtäglich… sich dies ganz zu verkneifen halte ich für falsch.

Ich bin einfach nur etwas überrascht, dass es jetzt auf einmal so locker & flockig geht und ohne sich etwas verbieten zu müssen, wonach es einen eigentlich gerade heftig gelüstet.

Unterstützend dazu habe ich vor vier Wochen mit regelmäßigen Bewegungsprogramm begonnen, aber ich gebe ganz ehrlich zu: hier braucht es noch die Erinnerungsfunktion von Cortana (Assistenin im Handy), damit ich das nicht einfach vergesse. Doch zumindest macht es Spaß, wenn ich erstmal angefangen habe.

Mich würde Tai Chi als regelmäßiger Termin wieder brennend interessieren, immerhin habe ich das früher mal gemacht, aber so wie es ausschaut gibt es aktuell nichts dieser Art in Hamm. Ich muss da vielleicht nochmal genauer suchen, denn ich habe keine Lust dafür jede Woche extra nach Dortmund zu düsen.

Jetzt ist bei all den Worten hier ein Wort natürlich nicht gefallen, das man doch hinter all dem als Motivation oder Antrieb vermuten könnte. Ich meine das Wort „Gewicht“.

Fakt ist, ich wiege einiges zuviel. Das ist unbestritten. Dennoch war dies diesmal nicht mein Antrieb. Früher mal ja, bei all den Versuchen, die irgendwan nach ganz kurzer Zeit wieder von schlechten Gewohnheiten eingeholt wurden… aber nicht diesmal.

Natürlich wird sich mein Gewicht reduzieren – hat es sicher auch schon – doch ich wiege nicht nach. Ganz bewusst meide ich den Tritt auf die Waage. Ich will micht nicht leichter messen, sondern ich will mich leichter fühlen und das kommt dann schon von alleine und ein Gefühl ist mir da mehr Belohnung als eine Zahl auf einem Digital-Display.

Insgesamt habe ich das beruhigende Gefühl jetzt endlich eine vernünftige Basis gefunden zu haben, auf der ich aufbauen kann… und ich freu mich drauf!

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