Ich mag keinen Dienstag

Ich mag keinen Dienstag. Das war schon immer so. Das ist (neben Freitag) so ziemlich der blödeste Tag der Woche. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass mir an einem Dienstag schon einmal etwas wirklich Wunderbares passiert wäre…. und der Asiatische Imbiss bei mir um die Ecke hat Dienstags auch geschlossen.

Wenn es schon ein Arbeitstag sein muss, dann ist ganz klar der Montag mein Lieblingstag. Ich meine, sind wir doch mal ehrlich: ums Arbeiten kommen wir nicht herum. Das muss einfach sein…. und wenn ich schon arbeiten muss, dann lieber an einem Montag als an jedem anderen Tag in der Woche.

Der Montag hat nämlich den Vorteil, dass man noch einigermaßen frisch zur Arbeit kommt und im Kopf nicht schon den ganzen Müll vom Arbeitstag davor wieder mitschleppt, den man am Abend vorher auch nach Hause mitgenommen hat.

Der Montag ist einfach der frischeste Tag und mir deshalb am liebsten… und übrigens auch VIEL lieber als der Freitag. Freitag ist nämlich de Tag, an dem sich alles endlos zieht und die Kollegen dieses Gefühl mit ihren dauernden Blicken auf die Uhr und dem Gerede vom Wochenende das auch noch aktiv unterstützen.

Ich halte es ohnehin generell für einen Fehler, sich zu sehr darauf einzuleben, sich auf das Wochenende zu freuen. Das Wochenende sind nur zwei Tage… die ist die Enttäuschung automatisch schon vorprogrammiert. Man sollte sich lieber einen Job und eine Arbeitsumgebung und Kollegen suchen, bei denen man sich (zumindest bis zu einem gewissen Grad) auch freut, wenn man dort wirken kann.

Aber der Dienstag… ich weiß nicht…. das ist echt ein Scheisstag. Es ist kein Montag mehr und er ist für mich jede Woche der Tag, an dem ich das Gefühl habe, dass gar nichts vorangeht. Außerdem ist die Entspannung vom Wochenende auch längst schon vergessen.

Deshalb nehme ich mir bei der Einteilung meiner eigenen Projekte gerne Dienstage und Freitage um dann arbeits- oder zeitintensivere Tätigkeiten durchzuführen. Das lenkt ab.

Schlimm ist es aber auch, wenn man (wie heute) Dienstags nur bis Mittag in der Firma sein kann. Dann geht die Zeit (obwohl nur ein halber Arbeitstag) auch einfach nicht rum und bis ich meine vielen kleinen Tätigkeiten erledigt habe und noch das eine oder andere dazwischen gekommen ist, lohnt der Rest der Zeit auch kaum noch große Aufgaben anzugehen. Das ist höchst unbefriedigend.

Nun sitze ich zuhause und warte auf den Herrn, der die Feuermelder prüfen muss. Ich will für ihn hoffen, dass er auch erscheint. Ich werde ziemlich zickig, wenn ich mein Stundenkonto unnötige schröpfe und nun vergeblich zuhause warte….

Nebenher habe ich schon aufgeräumt, die Küche gemacht, die Fotoausrüstung gepackt (für morgen), den Kleiderschrank eingeräumt und 15 Minuten gepennt. Eigentlich müsste ich noch saugen und wischen, aber das trau ich mich nicht, denn entweder überhöre ich dann die Türklingel oder der Feuermeldermann steht genau dann in der Türe, wenn der ganze Boden frisch gewischt und noch nass ist.

Die Wäsche kann ich auch nicht machen, denn im Keller höre ich die Türklingel nicht. Das ist ätzend, wenn man noch was schaffen will und sich dann doch nich traut aus Angst den Termin zu verpassen.

Hausmannssorgen. So ein Wohnen allein hat eben doch auch ein oder zwei Nachteile…

Ich könnte den PC im Gästezimmer wieder ans Netz hängen… jop, das wär eine Maßnahme!

Also ich bin dann mal weg… 🙂

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