Kirschblüten – Hanami

Kirschblüten – Hanami“ heißt diese deutsche Produktion…. oh je… ein Deutscher Film… dachte auch ich. Noch dazu beginnt dieser Film in der tiefsten süddeutschen Pampa mit Eindrücken, wie man sie eher in einer Heimat-TV-Produktion des Bayerischen Fernsehens erwarten würde…. und Japan (das man schon der Bilder auf dem Cover wegen erwartet) lässt und lässt und lässt sich lange Zeit im Film einfach nicht blicken.

Bei guten Filmen (das heißt: bei Filmen, die mir gefallen) will ich nicht spoilern. Wer sich jedoch, wie ich, am Anfang etwas zerknirscht die traute friedliche Idylle typisch deutscher Südländigkeit antun lässt, der wir alsbald in einer traurig-schönen Geschichte verwoben sein, denn es ist eben nicht nur ein Film über Japan, sondern ein Film über zwischenmenschliche Beziehungen und über eine Reise zu sich selbst.

Es ist ein Film darüber, wie man Menschen wahrnimmt und wie sie wirklich sind, welche Freiheiten man ihnen gibt und wie man sie einsperrt und das alles ohne es bewusst zu erkennen. Ebenso geht es dabei um eine Reise zu sich selbst, dem Durchbrechen von verknöcherten inneren Strukturen und dass man auf so einer Reise zu sich selbst am Ende sogar nicht nur sich selbst findet, sondern auch die Menschen, die einem nahestehen, neu entdeckt.

Dieser Film beschäftigt sich auch hart mit dem Verhältnis zwischen Eltern und Kinder (auch das hat mich gewaltig nachdenken lassen und mich auch ein Stück weit „geduldiger“ gegenüber meinen eigenen Eltern werden lassen) und damit, wie unterschiedlich man „Liebe“ leben oder erfahren kann….

Und ja, natürlich spielt ein Teil des Filmes in Japan – und das ist nicht nur der wichtigste Teil des Films, sondern auch der schönste, aber auch der traurigste Teil. Ein Teil, der nur Sinn macht, wenn man die Handlung davor kennt…

Ich mag es, wenn Filme etwas bewirken – zum Beispiel eine positive Veränderung im eigenen Denken oder der eigenen Wahrnehmung.Dies ist so ein Film.

Er lässt mich nachdenken darüber, dass man viele gute Dinge zu selbstverständlich nimmt, weil sie immer da sind… dass man manchmal gerade die Personen, die einem am liebsten sind, nur furchtbar oberflächlich sieht und das es manchmal auch zu spät ist Menschen, die einem wichtig sind, etwas zu schenken, was sie längst schon verdient hätten.

Zumindest die letzte Erfahrung habe ich schon einmal in meinem Leben gemacht.

Die Webseite dieses tollen Films (inkl. zweier Trailer) findet ihr HIER.

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