Handyfoto: www.ich-blogge.de

Küss mich!

Eigentlich gehört es schon lange zu meinen Blogregeln nichts über die Arbeit zu erzählen.

Dies hat nicht nur Gründe, die im korrekten Verhalten als Arbeitnehmer oder irgendwelchen Schweigepflichten (bzw. fremden Persönlichkeitsrechten) liegen, sondern weil ich einfach eine sehr saubere Trennung zwischen Privat- und Arbeitswelt beibehalten möchte.

Heute machen wir mal eine Ausnahme.

Während ich an meinem Schreibtisch saß und irgendwelche Zahlen auf dem Bildschirm hatte, fragte ein Arbeitskollege (der gerade anwesend war), was sich denn da hinter mir auf dem Boden bewegen würde.

Zunächst sah es wie ein lebendiges Staubknäul aus, was sich aber ganz schnell als winziger Frosch (ungefähr halt so groß wie mein Daumen) herausstellte. Mein Kollege hat dem total vertrockneten Tierchen erstmal etwas Wasser in einem kleinen Gefäß gegönnt. Im Bild sieht man, wie sich der Kleine gerade von den letzten Staubresten, die er bei seiner Odysee über den Bürofußboden um sich gewickelt hat, freistrampelt.

Nach ein paar Minuten habe ich ihn dann an einem schattigen Platz unter einer Böschung am Rande des Firmengeländes ausgesetzt. Ob er überlebt weiß ich natürlich nicht, denn er sah schon ziemlich schlaff aus und bewegte sich auch kaum noch. Eigentlich müsste dem Kleinen das Futter genau ins Maul fliegen…. aber wir können im Büro jetzt auch nicht einfach eine Froschaufzuchtsstation einrichten.

Aber ist schon seltsam, dass hier Frösche einfach durch das Büro hüpfen…?!?

Da fühlt man sich gleich an die zehn alttestamentarischen ägyptischen Plagen erinnert.

Die erste Plage (Ströme von Blut) hatten wir zwar nicht… aber vielleicht kann man ja diverse Arbeitsunfälle dazu zählen…. und dann kommen die Frösche und danach waren die Stechmücken und Fliegen dran. Da fängt man ganz automatisch an sich darüber Gedanken zu machen, was man alles nicht ganz so brav gemacht hat, wie der liebe Gott es wollte (zumal der alttestamentarische Gott auch noch sehr viel weniger Spaß verstand als der im neuen Testament)…. und überhaupt, wer ist in meiner Firma dann der Mose?

Oder anderes Szenario: Vielleicht hätte ich den Frosch küssen sollen? Wer weiß was ich dann bekommen hätte… naja, Chance verpasst. Ich werde damit leben müssen. 🙂

Site Footer