Warmer Leberkäse im Brötchen

Läbrkäswegga

Absolut nicht karmafrei, aber für mich als Schwabe einfach nach wie vor unwiderstehlich und von meiner lieben Schwester bei ihrem letzten Besuch aus Süddeutschland mitgebracht: Leberkäse zum selbst Aufbacken.

Ich meine anständigen, richtigen Leberkäse, der seinen Namen auch verdient… Nicht das Zeug, was man hier im Hamm irgendwo als “Leberkäse” (zumeist ist das dann auch noch “feiner” Leberkäse, statt “grober”) unter die Nase gehalten bekommt und das ich meist nur mit geschlossenen Augen oder Unmengen von Ketchup genießen kann.

Was natürlich noch fehlt (im Bild und im Magen), das wären anständige “Wegga” (Brötchen) aus einer süddeutschen Bäckerei. Am liebsten einen Wasserwecken natürlich! Sowas aber hier in NRW finden zu wollen, gleicht eher der Suche nach dem Heiligen Gral.

Daher musste es eben die in der Verkaufsstelle der Teigware aus Fertigmischungspulver aufgebackene Version dessen, was man hier “Brötchen” nennt, sein…. aber geschmeckt hat es dann letztlich doch noch. Der Schwabe würde sagen: “Dr Hongr dreibts na!” 🙂

Ja, bei manchen kulinarischen Dingen aus der Heimat bin ich eben arg pingelig, auch wenn ich sonst kein besonders anspruchsvoller Esser bin. Dass sich das lohnt in solchen Fällen hat auch meine Freundin beim letzten Besuch bemerkt, weil dieses kleine Wesen es doch tatsächlich geschafft hat auf der Rückfahrt gleich 3 (drei!) nicht gerade kleine Exemplare eines LKW (Lebrkäswegga) zu verspeisen. Muss doch also was dran sein, an der Sache! 🙂

Tja und jetzt ist mein Vorrat hier im nordrheinwestfälischen Exil leider alle… wird also Zeit dass Schwester mal wieder reinschneit 🙂

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