Maximaler Minimal

Ja, Freunde – ich gebe es zu… bei diesem Video werde ich immer gleichzeitig neidisch und sentimental, denn es erinnert mich an die Zeit, in der ich selbst auch noch eine ähnliche Figur hatte und mich zur Musik sicher passender (und vor allem ausdauernder) bewegen konnte als heute.

Lang, lang, laaaaang ist das her und auch wenn die Themen „Figur“ und „Gewicht“ sich natürlich gnadenlos und knallhart immer auf das Thema „innerer Schweinehund“ reduzieren lassen (denn letztlich ist das alles, was zwischen mir und meinem Idealgewicht steht), so habe ich dennoch das Gefühl, dass die Zeiten meiner allwochenendlichen Clubgeherei schon lange endgültig und unwiederbringlich Geschichte sind.

Da dürfte auch die Figur wenig daran ändern… auch wenn man die Figur natürlich ändern kann. Aber das verdränge ich jetzt einfach ein weiteres Mal und nehme mir fest vor erst ab morgen mein Leben zu ändern… ganz sicher…. oder sagen wir ziemlich sicher… also wahrscheinlich oder so…. vielleicht. Egal.

Zurück zum Video und zur Musik. Peter Jürgens hat diesen wunderbaren Sound erdacht und ihn passenderweise „Love it“ genannt. Für mich ist das einer der geilsten Mininal-Tracks, die ich jemals gehört habe. Über die Jahre ist der kein bisschen altmodisch geworden. Maximaler Minimal-Sound also und genau deshalb (und der coolen Shuffle-Tanze wegen) wollte ich euch den Clip einfach mal zeigen.

Gerne hätte ich euch Peter Jürgens auf Soundcloud in den Blog übernommen, aber das Cover-Bild dieses Tracks könnte im Zusammenhang mit meinem Beitrag von gestern (bei dem ich Wolken am Himmel als Götter-Koks gedeutet habe) langsam den Eindruck erwecken, dass hinter diesem Blog eventuell eine Substanzenproblematik verborgen liegt… das Soundcloud-Bild zeigt nämlich eine Pille auf Zunge und naja… ihr wisst schon. Also lassen wir das lieber.

Draußen, vor dem Balkonfenster, geht gerade die Welt unter – zumindest hört es sich so an. Im benachbarten Park ist heute Abend das große Feuerwerk. Ich könnte es mir vom Balkon aus ansehen, aber lieber sitze ich hier, höre MNL und schreibe noch ein wenig. Immerhin ist das nun schon das siebte Feuerwerk, das ich miterlebe und langsam kommt da so eine Routine rein – angefangen beim Parkende-Autos-Chaos schon gegen Nachmittag bis zur spätnächtlichen Ruhestörung durch weiterfeiernde Nachbarn auf dem Balkon.

Naja, sollen sie feiern. Wenn nicht heute, mit Feuerwerk, wann dann? Ich bin in solchen Sachen eher ein ruhiger Mensch und morgen ist Sonntag, also kein Arbeitstag… da soll man auch mal feiern dürfen ohne dass gleich immer irgendein kontrollsüchtiger Ordnungsfreak die Polizei ruft.

Ich war selbst schon lange nicht mehr feiern. In letzter Zeit ist mir auch nicht mehr so danach. Als ich hier nach NRW zog verlebte ich auch die ersten Jahre ruhig. Dann, als ich mein Leben wieder als Single fortsetzte, kam eine sehr aktive Zeit (nennen wir das einfach mal so) in der an den Wochenenden auch Clubs wieder eine wichtige Rolle spielten.

So richtig gefallen hat mir dabei aber nur ein Club, weil der genau die richtige Größe hatte (ich mag kleine Clubs mit eher Wohnzimmer-Atmosphäre) und immer die richtige Musik lief… aber das war ja klar: kaum hatte ich den Club entdeckt, machte der wenige Wochen später den Laden dicht.

Wieder mal typisch mein Leben.

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