Foto: Allsvartur.de

Rolling (Nieren-)Stones!

Erstmal zum Beitragsbild: nein, keine Sorge – ich befinde mich nicht schon wieder im Krankenhaus. Ich habe das Bild aber gewählt, weil ich ich letzten Jahr einige Tage im Krankenhaus verbrachte …. und das aus einem Grund, über den ich auch heute schreiben will.

Weihnachten war definitiv NICHT schön für mich in diesem Jahr. Nicht, weil ich Weihnachten allein verbracht habe. Das ist jedes Jahr so und eigentlich komme ich auch ganz gut damit zurecht (bzw. “muss”, weil eben auch nichts sonst offen hat).

Diese Weihnachten bekam ich aber ein wirklich ganz besonderes Geschenk: eine Ansteckung für einen echt richtig-richtig heftigen Magen-Darm-Virus. Ich meine, ich hatte sowas ja schon 2-3 Mal (und komischerweise erst seit ich in NRW lebe), aber so heftig wie dieses Mal war es bisher wirklich nie gewesen. Richtig übel.

Als ich dann am Ende des zweiten Weihnachtsfeiertages wieder soweit auf dem Dampfer war, dass ich mir Gedanken machen konnte, wieder ins Büro zu gehen, wurde es meinem Adoniskörper wohl etwas zu langweilig so ganz ohne dauernde Bad-Besuche und so schickte er sich an wieder mal einen Nierenstein auf den Weg zu schicken, der mir bis heute richtig schmerzhafte Probleme machte.

Heute mitten in der Arbeit sah ich dann plötzlich nur noch Sternchen und der kalte Schweiß stand auf der Stirn… eben genau die gleiche Scheisse wie vor 15 Monaten, als ich mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus kam. Sowas ist echt zum kotzen…. sorry, aber ich bin ziemlich geladen im Moment.

Jedenfalls diesmal sind es 4-5mm Calciumoxalat, die mal wieder Kirmes machen mussten. Allerdings ging es diesmal bisher glimpflich ab, denn dort, wo der kleine Stein vor einem Jahr stecken blieb, ist der große Stein jetzt schon vorbei (und daher hat der Schmerz auch erstmal nachgelassen) und wartet friedlich auf den Rest der Reise… und falls es ihm dort, wo er jetzt ist, zu gut gefällt, muss doch noch operiert werden.

Gut, diesmal waren die Schmerzen bisher vergleichsweise gering…. aber die Aussicht, die mir der Onkel Doktor (99 Minuten Wartezeit heute am letzten Praxistag) gegeben hat, waren nicht gerade toll… im Prinzip muss ich mich alle 2-3 Jahre auf den Mist einstellen und das Zeug, das ich seit einem Jahr auf Anweisung meines vorherigen Arztes täglich schlucke, bringt angeblich gar nichts.

Klingt ja alles super… tolles 2017 dann.

Ich packe besser mal wieder meinen prophylaktischen Krankenhaus-Rucksack, denn da ich alleine wohne kann ich nicht mal eben kurz zuhause anrufen und sagen: “Ich lieg spontan im Krankenhaus, kannst Du mir mal bitte folgende Sachen bringen….”. Mein eigener Anrufbeantworter würde sicher verständnisvoll zuhören, aber letztlich nur wenig brauchbare Ergebnisse bringen.

Natürlich kann man die Bildung solcher Steine verzörgern… kurz gesagt dadurch, indem ich quasi auf alles verzichte was schmeckt. Ich hab da so eine Liste und wenn ich mir die so durchlese, dann ist das Einzige, was ich noch unbeschwert genießen darf Regenwasser (ohne Kohlensäure) und Baumrinde.

Naja gut.. wenigstens kein Krankenhaus diesmal… bisher zumindest. Obwohl… wieder im Fünften Stock zu liegen und das über Neujahr… das wäre eine tolle Aussicht zum Feuerwerk. Allerdings, wie ich mein Pech kenne würde dann sicher absolut dichter Nebel herrschen oder das Krankenhaus fackelt ab oder ich bekomm ein Zimmer mit Fenster zum Innenhof oder Silverster fällt aus oder sowas in der Art.

Ich bin frustriert. Ich sollte nicht bloggen, wenn ich frustrtiert bin… ich tu es dennoch, denn vielleicht lache ich ja mal drüber, wenn ich besser drauf bin und gerade mal wieder nicht daran denke, dass ich im Prinzip den Mist alle paar Jahre immer wieder schmerzhaft im Kalender stehen haben werde.

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